Herr Leja

Pfarrer Leszek Leja


Pfarrer Leszek Leja

Grüß Gott
Gerne möchte ich mich Ihnen vorstellen und somit auch mit Ihnen ins Gespräch kommen.
Mein Name ist Leszek Leja. Aufgewachsen bin ich in Lezajsk (Polen). Hier wurde ich 1971 geboren. Ich weiß nicht, was Ihre ersten Gedanken sind, wenn Sie das Bild von mir auf dieser Seite sehen. Vielleicht hätten Sie ein Bild erwartet, das irgendwie mehr zum Ausdruck bringt, dass ich dort als Pfarrer abgebildet bin. So richtig standesgemäß mit Messgewand. Keine Sorge, so werden Sie mich auch noch sehen. Aber im Moment finde ich das abgedruckte Bild passender. Es entstand im vergangenen Jahr während meines Sommerurlaubs auf dem Bodensee. Ich sitze in einem Boot und habe mich vom Ufer schon etwas entfernt. So erlebe ich mich in diesen Wochen des Abschiednehmens von der Seelsorgeeinheit Bad Mergentheim. Hier habe ich sechseinhalb Jahre verbracht, konnte viele gute Erfahrungen machen und blicke auf eine erfüllte Zeit zurück. Zahlreiche Menschen jeglichen Alters haben mir großes Vertrauen entgegengebracht. Tragfähige Beziehungen sind entstanden. Nun aber gilt es Abschied zu nehmen und den Blick auf Neues zu richten. Das neue Ufer ist schon zu sehen: Seelsorgeeinheit: Weil der Stadt - Grafenau. Hier werde ich anlegen mit meinem Lebensboot. Noch bin ich nicht da, aber der Kurs ist schon ganz klar darauf ausgerichtet. Und es dauert nur noch bis zum 2. Advent, dann ist das Ufer erreicht. Was mich dort erwartet? Für mich weithin unbekanntes Land. Ich spüre in mir Neugier und Entdeckungsdrang, gleichzeitig aber auch etwas Unsicherheit. Aber wahrscheinlich sind diese Empfindungen bei Ihnen ganz ähnlich. Was ist denn das nun für einer, der neue Pfarrvikar, auf den wir warten? Ich kann das hier nur mit ein paar Sätzen andeuten. Die häufigste Frage, die vor allem junge Leute mir stellen, ist: "Warum sind Sie denn Priester geworden?" Für mich ist es die Erfüllung meines Traumes. Schon als kleiner Junge wollte ich Priester werden. Darum studierte ich nach meinem Abitur sieben Jahre Philosophie und Theologie im Priesterseminar des Erzbistums Przemysl, wo ich meine Priesterweihe 1997 empfing. Den Menschen etwas von sich zu geben und selbst etwas von ihnen bekommen, betrachte ich als das Wunderbare an meiner Arbeit. Neben meiner Tätigkeit als Religionslehrer und Jugendpfarrer studierte ich für zwei Jahre an der theologischen Papstakademie in Krakau Journalistik, arbeitete beim katholischen Rundfunk und schrieb Artikel für Zeitungen. Nach Deutschland führte mich meine zwei Leidenschaft: Alles fing an, als ich als Kind auf dem Dachboden meines Elternhauses deutschsprachige Bücher fand. Es stellt sich heraus, dass mein Urgroßvater aus Sachsen stammt. Es gibt in meinem Heimatort einen Stadtteil (der heute noch Gielarshof heißt), in dem sich frühere deutsche Familien angesiedelt haben. Mein Großvater brachte mir die ersten deutschen Worte bei. Die Idee, meine Berufung und das Interesse für Deutschland zu verbinden, verdanke ich einem glücklichen Umstand. Aus meiner Pfarrei stammt ein Priester, der schon viele Jahre als Pfarrer in Deutschland arbeitet und jedes Jahr auf Urlaub vorbeikam. Er fragte mich, ob ich Lust hätte, für ein oder zwei Monate in seine Diözese während der Sommerferien zu kommen und ihn zu ersetzen. Das war vor etwa 15 Jahren, kurz nach meiner Priesterweihe." Seitdem besuchte ich zur Urlaubsvertretung regelmäßig Deutschland, wodurch gute Freundschaften entstanden sind. Im Juni 2006 wurde ich zum Pfarrvikar in der Seelsorgeeinheit L.A.M.M. des Dekanats Bad Mergentheim ernannt, wo ich viel Freude erleben durfte.
Zum Abschluss wünsche ich mir von Ihnen, dass Sie mich so nehmen, wie ich bin, mit meinen Stärken und Fähigkeiten, aber auch mit meinen Schwächen und Begrenzungen. Ich will versuchen, offen zu sein und mich ganz auf Sie einzulassen. Daher freue ich mich sehr auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen. Und übrigens: man kann ja nicht immer nur arbeiten. In meiner Freizeit fahre ich mit dem Fahrrad, höre gerne Musik, spiele auch Gitarre.

In Vorfreude auf eine erlebnisreiche und hoffentlich fruchtbare Zeit grüße ich Sie sehr herzlich und wünsche Ihnen Gottes Segen. Ich freue mich, bald bei Ihnen zu sein!

Ihr Pfarrvikar Leszek Leja 

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